So überzeugst du auch Nörgelfritzen von neuem und gesundem Essen.

In der Regel sind Kinder keine Fans von Gemüse - und schon gar nicht, wenn es grün ist. Wie bekommen wir also all die guten Vitamine in die kleinen Bäuche? Hier gibt es jede Menge Ideen! 

 

Guten Zeitpunkt wählen

  • Zeitpunkt für Essen immer so wählen, dass Kind noch nicht halb verhungert ist - dann ist Toleranz für Neues sehr gering
  • ggf. vorher einen kleinen Snack anbieten (Banane, Joghurt, Reste vom letzten Essen etc.) 

Schöne Atmosphäre schaffen 

  • freundliche Atmosphäre schaffen, Kind soll sich gern zu Mahlzeiten hinsetzen (positiv verknüpft) 
  • egal, wie klein das Essen ist: Tisch decken, hinsetzen, keine Ablenkung durch Handy oder Fernseher 
  • keine Elterndialoge, sondern lieber gemeinsame Familienthemen wie Vorhaben besprechen; ebenso den Tag Revue passieren lassen

Entspannt bleiben 

  • keine dogmatischen Tischregeln
    • nicht ständig ermahnen
    • lieber Vorbild sein (dauert länger, ist aber nachhaltiger); überlegen, was dir wichtig ist: das dann immer wieder anbieten und leben, aber die anderen nicht dazu zwingen
    • Beispiel: Sitzenbleiben am Tisch, bis alle aufgegessen haben, ist für kleine Kinder eine grobe Herausforderung. Ist es dir so wichtig, oder kannst du damit leben, dass ihr alle zusammen beginnt und dein Kind aufstehen kann, wenn es fertig mit Essen ist? 
  • kein Zwang: 
    • auf keinen Fall zum Essen zwingen
    • akzeptieren, dass dein Kind das gerade nicht essen möchte.
    • keine große Sache daraus machen, um Situation nicht unnötig aufzubauschen und Kind nicht beizubringen, dass es besonders viel Aufmerksamkeit bekommt, wenn es etwas nicht macht oder nicht isst; Miteinander statt Essen mit Mittelpunkt 
    • mögliche Regel: Probiert wird immer alles, aber wenn es nicht schmeckt, wird das akzeptiert und Kind muss nicht Weiteressen
    • kein Zwang zum Aufessen:  Kinder haben gutes Gefühl für Appetit und Sättigung - das sollten wir nicht stören
  • nicht persönlich nehmen:
    • wenn Kind nörgelt, macht dich das sicher traurig, da du dir Mühe mit dem Essen gegeben hast, aber es ist kein persönlicher Angriff, sondern schlichtweg eine Geschmacksfrage, über die man nicht streiten kann 
    • Runterschmeißen von Lebensmitteln ist bei kleinen Kindern eher Form des Ausprobieren und Schauens, was passiert - sie wollen dich damit nicht ärgern 

Für Spaß am Tisch sorgen

  • mögliche Rollenspiele:
    • Heute essen wir wie die Könige am Tisch (nebenbei lernen sie so auch Manieren)
    • Heute essen wir wie Räuber mit den Händen und benehmen uns richtig daneben
  • Dippen macht auch Spaß (Kräuterquark, Humus, zur Not Ketchup)

Beliebtes mit Neuem kombinieren

  • neues, ungewohntes Essen am besten immer mit etwas kombinieren, was dein Kind gern mag 
  • generell gute Idee, immer etwas mit anzubieten, was Kind schmeckt - zur Not "verfeinern" mit Ketchup, Honig oder was eben hoch im Kurs steht
  • Schoko-Bananen am Stiel 

Dranbleiben  

  • Geschmäcker ändern sich, deshalb neue Dinge immer wieder anbieten
  • einfach bei dir kosten lassen, damit nicht alles in der Tonne landet.
  • Kosteklecks auf eigenen Teller (meist beliebter, als bei Mama oder Papa mitzuessen)

Obst und Gemüse unterjubeln 

  • Gemüse-Würfel: Topf Gemüsebrei kochen mit allem, was sonst nicht gegessen wird > in Eiswürfelbehälter portionieren und einfrieren >  Gemüsewürfel in Essen wie Tomatensoße, Smoothies etc. untermischen; spart gleich noch viel Zeit
  • Gemüse pürieren für Soßen (zu Schnitzel o. ä.)
  • Gemüse (Möhre, Zucchini) fein raspeln und  in Tomatensoßen für Nudeln oder Pizza untermischen (klein gehackte Möhren ähneln sogar Bolognese-Soße)  
  • Suppen aller Art
  • Gulasch mit Möhren
  • Geraspeltes Gemüse (Möhren, Zucchini) in Frikadellen-Masse untermengen 
  • Blumenkohl panieren und als Schnitzel oder Fischstäbchen ausgegeben 
  • Gemüse (wie Spinat oder Avocado) in Smoothies "verstecken"
  • Bananenbrot mit Nüssen 

Mitmachen lassen  

  • Bei Speiseplan: Mitspracherecht für Kind, so dass es sich auch Lieblingsgerichte wünschen kann - aber eben auch andere Wünsche eher akzeptiert 
  • bei Einkauf: Kind sagt Lieblingsfarbe und darf sich dazu passendes Obst oder Gemüse selbst aussuchen 
  • mithelfen lassen beim Kochen (Gemüse schneiden, Nudeln in Kochtopf, Kartoffeln oder Möhren schälen, Käse reiben etc.)
  • Gemüse und Obst selbst auf Balkon oder im Garten anbauen - wird dadurch spannender 
  • Essen wählen, was Kind selbst zusammen stellen kann: 
    • Wraps mit Gemüse, Schinken, Käse etc.
    • Sommerrollen mit Gurke, Möhre und Mango
    • Raclette mit Gemüse und Käse
    • selbstgemachte Pizza 

Fantasie anregen   

  • Essen oder Getränk mit Interessen des Kindes verbinden
    • Power-Müsli
    • grüner Hulk-Smoothie
    • Prinzessinnenerbsen
    • Zaubermöhren 
    • Froschpfannkuchen (Eierkuchen mit Erbsen) 

Präsentation  

  • Obst und Gemüse in kleine mundgerechte Häppchen schneiden (dann essen Kinder meist deutlich mehr)
    • bereits fertig zubereiteter Rohkost- oder Obstteller 
    • Pilze, Erdbeeren, Kiwi etc. mit Eierschneider in Scheiben schneiden
    • Gurke, Brot etc. mit Plätzchenformen ausstechen 
    • Gemüse-Pommes: Gemüsesticks mit Kräuterquark  Möhren, Gurke, Paprika etc.); Sticks am besten im Glas serviert 
  • möglichst bunt arbeiten
  • Zahnstocher in kleine Häppchen stecken  
  • mit Plastik-Spießen in Spinnenform, mit Augen, Tierfiguren oder ähnlichem anrichten 
  • Obst und Gemüse auf Spießen anrichten ("bunte Obstspieße")
  • schöne Brotbüchsen mit Unterteilungen, um Bestandteile einzeln schön präsentieren zu können
  • Spiralschneider machen bunten „Nudeln“ aus Gemüse wie Zucchini und Möhren   
  • bunter Regenbogen-Smoothie 
  • generell kleine Portionen anbieten - das motiviert stärker zum Essen, als eine Riesenportion, die schnell überfordernd wirken kann.  Bei gutem Appetit lieber Nachschlag anbieten. 

Vorleben und Vorbild sein

  • selber mit gutem Beispiel vorangehen
  • weniger betonen, wie gesund Gemüse ist, sondern durch Vormachen vermitteln, dass es selbstverständlich dazugehört. Dann wird es auch für dein Kind irgendwann selbstverständlich sein. 

 

 

Leckere, gesunde Snacks findest du übrigens hier

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