Keine Zeit oder Lust um Spielen - was tun?

Spielen ist nicht jedermanns Sache. Das ist ganz normal. Während die einen gern Lego bauen, lesen die anderen lieber vor, kuscheln oder sind gern draußen. Alles sind tolle Mama-Qualitäten, die ganz von deiner Persönlichkeit abhängen. 

 

Wenn du beim Gedanken an Spielen keine Luftsprünge machst, sei zu deiner Beruhigung gesagt: Kinder spielen am besten mit Kindern. Während wir Erwachsenen ihnen meist schon fertige Lösungen präsentieren (so geht das "richtig"), können sie mit anderen Kindern nach eigenen Lösungen suchen und voneinander lernen. Wir sind nicht die Spielfreunde unserer Kinder,  sondern unsere Aufgabe ist es, den geeigneten Rahmen zu schaffen,  in dem sich Kinder entfalten, ins freie Spiel finden und eigene Ideen entwickeln können. Stundenlanges Spielen kannst du also gern den geduldigen Großeltern überlassen - und vor allem anderen Kindern. Dennoch sollte euer gemeinsames Spiel nicht völlig runterrutschen, da es eure Beziehung stärkt. 

 

Anregungen zum Spielen

  • Je weniger Verpflichtung du zum Spielen verspürst, desto mehr Spaß kann es machen, doch mal wieder was zu spielen. Überleg mal: Welche Aktivitäten machen euch beiden Spaß? (Verstecken? Basteln? Legos? Puzzeln? Gesellschaftsspiele?)
  • Spring über deinen Schatten und mach einfach mal mit - manchmal fällt nur das erst Aufraffen schwer und macht dann richtig Spaß. 
  • Zudem gibt es viele Spiele, die dich gar nicht viel Kraft kosten, und deinem Kind trotzdem Spaß machen.
  • Wenn du Sorge hast, dass danach alles wieder unordentlich ist, spiel draußen, geht in ein Kindercafe oder ladet euch bei Spielfreunden ein.

An Alltagstätigkeiten teilhaben lassen 

  • Du musst nicht die gesamte Zeit mit Spielen, basteln oder vorlesen verbringen - nimm dein Kind einfach mit in deinen Alltag. 
  • Lass dein Kind an Alltagstätigkeiten teilhaben und mithelfen (gemeinsam Wäsche aufhängen, Geschirrspüler ausräumen, Gemüse schneiden... Anregungen findest du hier). Das ist für Kinder oft spannender als wir denken. Beim Mithelfen fühlen sich sich richtig erwachsen und wichtig. Entscheidend ist, dass du dir die Zeit nimmst, deinem Kind zu erklären, was und warum das jetzt getan wird. Dann kannst du eine gute Zeit mit deinem Kind verbringen und bekommst dazu noch Dinge erledigt.  
  • Dabei kannst du auch einfach einer Tätigkeit nachgehen und sich dein Kind daneben selbst beschäftigen. Es reicht, dass du da bist, etwas tust und ein offenes Ohr für dein Kind hast. Es ist sogar förderlich für dein Kind wenn du eine durchschaubare Tätigkeit verfolgst: das führt es zum eigenen, kreativen Spiel

Wie gehst du mit deiner fehlenden Spiellust um?

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