Kreative Aufräumspiele für dein Kind

 So klappt das Aufräumen generell besser 

  • selber Ordnung vorleben 
  • regelmäßig aufräumen, damit das Chaos beherrschbar bleibt (z. B. am Abend vor Abendritual) 
  • für genügend Stauraum sorgen, z. B. in Form von großen Kisten, in die die Sachen ganz einfach zurückgeräumt werden können
  • alles hat seinen festen Platz und Ordnungssystem erschließt sich für Kind (am besten gemeinsam festlegen und besprechen); Kisten am besten thematisch und für Kind gut nachvollziehbar befüllen (Kiste für Legosteine, Kuscheltiere, Autos, Verkleidungssachen, Bastelsachen, Spiele, Spielfiguren etc.)
  • Spielsachen in Kinderzimmer regelmäßig auf den Prüfstand stellen
    • Dinge, die kaputt sind, werden repariert oder entsorgt 
    • Dinge, mit denen definitiv nicht mehr gespielt wird, werden weiterverkauft oder verschenkt 
    • Dinge, die momentan nicht bespielt werden, aber evt. wieder interessant werden können, wandern vorübergehend in Kiste im Keller; wenn in festgelegten Zeitraum, z. B. von einem Jahr, niemand danach fragt, können auch sie weiterverkauft oder verschenkt werden 
    • Möglicher Weg: am besten gemeinsam mit Kind entscheiden, auch wenn es durch Diskussionen länger dauert. Dennoch sind es seine Spielsachen, die du nicht einfach wegnehmen solltest. Du könntest es spielerisch machen und die Kisten ins Zimmer stellen, die dann von euch gemeinsam gefüllt werden (1. Reparieren bzw. Müll, 2. Weggeben, 3. Pausieren). Möglich ist auch, die Kisten im Vorfeld allein zu befüllen und sie dann nur gemeinsam mit dem Kind durchzugehen. Wichtig ist, deinem Kind die Vorteile eines ordentlichen Kinderzimmers zu erklären (alles sofort griffbereit, kann sofort losspielen, ohne etwas wegzuräumen etc.) und gemeinsam zu besprechen, wohin ihr die aussortierten Spielsachen gebt (z. B. an Kinder, die nicht so viele Spielsachen haben) oder wofür das Geld bei einem Verkauf gespart wird. 
  • Regel aufstellen: Wenn ein größeres Spielzeug neu hinzukommt, muss dafür ein anderes gehen (kann man z. B. in Vorbereitung auf Geburtstage oder Weihnachten machen und dem Kind sagen, dass wir Platz für die schönen neuen Spielsachen benötigt wird) 
  • Aufräumen nicht als Strafe kommunizieren, sondern als Notwendigkeit, damit ihr es schön habt.
  • Gemeinsames Aufräumen macht mehr Spaß und kann am Anfang helfen, sich an das Ordnungssystem zu gewöhnen. Mit der Zeit geht es immer besser alleine. 

Hier kommen die Spielideen

 

Wettaufräumen

Hier räumt ihr beide auf - und zwar im Wettlauf gegeneinander. Ein Team sollte immer aus einem Erwachsenen bestehen; Kinder besser nicht gegeneinander antreten lassen, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Ihr stoppt die Zeit (z. B. mit Stoppuhr auf dem Handy) und schaut, wer in dieser Zeit die meisten Sachen aufräumen kann. Befeuert wird das Spiel durch Rufe wie "Ich bin der Schnellste", " "Gleich hab ich gewonnen" etc.

 

Aufräum-Stopptanz

Ihr macht die Musik an und tanzt. Wenn du die Stop drückst, muss das Kind (und vielleicht auch du) fünf Dinge aufräumen. Wenn du schon völlig überreizt bist, helfen Ohropax.

 

Aufräumen nach Kategorien

Denkt euch lustige Themen aus, nach denen aufgeräumt werden kann und arbeitet so nacheinander die Dinge ab, die anstehen. Beispiele:

  • alle roten Dinge, dann die blauen usw.
  • alles, was fahren kann
  • alles, womit man bauen kann
  • alles, was ein Gesicht hat
  • bei größeren Kindern: alles, was mit A anfängt, dann alles mit M usw. 

Los(koch)topf

  • Ihr schreibt oder malt alle anstehenden Aufgaben ("Autos aufräumen", "Legosteine in die Kiste", "Mülleimer ausleeren etc.) auf Zettel, faltet sie zusammen und werft sie in einen Kochtopf. Daraus wird abwechselnd gezogen und die Aufgabe erfüllt.
  • andere Variante: Ihr schreibt die Augabenzettel, werft sie in den Topf, aber jetzt ist Kind als "Aufräumactionprofi" allein am Zug. Es "darf" sich aus dem Topf seine wichtigen Aufträge abholen und diese nacheinander abarbeiten.    

Wetten dass

Du sagst deinem Kind, dass du wettest, dass es das Zimmer heute nicht ganz alleine aufräumen kann. Als Wetteinsatz kannst du z. B. ein Gummibärchen, eine Runde Lotti Karotti oder ein anderes Guddi in den Ring werfen.

 

Belohnungsspiele

  • Ihr denkt euch einen Einsatz aus, für den es dann eine festgelegte Belohnung gibt. Beispiele: 
    • Wenn du 10 Dinge aufgeräumt hast, gibt es ein Gummibärchen
    • Wenn du 5 Minuten aufräumst, gibt es eine Einschlafgeschichte extra  
  • für jeden Aufräumeinsatz gibt es Punkte, die nach Erreichen einer bestimmten Anzahl eingelöst werden können 
    • bei 5 Punkten gibt es ein Eis zum Nachtisch 
    • bei 10 Punkten darf Kind Extra-Folge seiner Lieblingsserie kucken
    • bei 10 Punkten gibt es Eierkuchen zum Frühstück 

Würfel-Aufräumen

Ihr würfelt der Reihe nach und jeder muss immer so viele Dinge aufräumen, wie er Punkte auf dem Würfel hat. 

Und wie motivierst du dein Kind zum Aufräumen?

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