Wie kannst du Homeoffice und Kind in Corona-Zeiten unter einen Hut bringen?

Es sind alles nur Ideen  - schau am besten, was zu dir, dem Alter deines Kindes und eurem Rhythmus passt.

 

Wann kannst du arbeiten? 

  • in den Morgenstunden, wenn Familie noch schläft (z. B. 6 - 8 Uhr), dann am ungestörtesten und deshalb meist auch am effizientesten - im Laufe des Tages warten immer mehr unvorhergesehene Dinge, wie ein schreiendes oder unzufriedenes Kind, die deinen Arbeitsplan völlig über den Haufen werfen können
  • generell eine gute Idee: Überlegen, wie man die erste Hälfte des Tages effizient nutzen kann, um in der zweiten Hälfte flexibel zu sein 
  • während des Mittagsschlafes (aber nur dann, wenn du nicht selbst eine Ruhepause brauchst - in dem Fall schlaf mit. Vielleicht machst du in der Zeit auch nur einen Powernap zum Kräftesammeln und setzt dich in der verbleibenden Zeit an den Schreibtisch?); wenn dein Kind keinen Mittagsschlaf mehr macht, kannst du trotzdem eine Ruhepause schaffen, in der jedes Familienmitglied ruhen oder sich still beschäftigen kann. 
  • in den Abendstunden
  • tagsüber mit vielen kleinen Pausen 
  • berufliche Telefonate während Spaziergängen
  • während dein Kind anderweitig beschäftigt ist, siehe nächster Punkt 

Beschäftigung des Kindes, während du arbeitest 

  • Betreuung durch den Papa (am Besten, ihr vermittelt dem Kind dabei klar, dass die Verantwortung in dieser Zeit allein bei dem Papa liegt und Mama in dieser Zeit nicht zu sprechen ist. Ggf. über kleines Schild an der Tür verdeutlichen) 
  • "Büro spielen" mit viel Papier und Stiften
  • Platz zum Spielen unter deinem Schreibtisch schaffen - nah bei Mama, aber nur unter einer Bedingung: leise sein (mit Mama in der Nähe können sich manche Kinder über längere Strecken allein beschäftigen) 
  • Weitere Ideen, wie du dir Zeit freischaufeln kannst, gibt es hier (auch wenn du sie in diesem Sonderfall mal nicht nur aus Auszeit, sondern auch zum Arbeiten nutzt) 
  • Prüf mal: Kommen du und dein Kind vielleicht jetzt für die Notbetreuung nach gelockerten Regeln in Frage? 

Kommunizieren mit Kind 

  • Situation erklären (Beispiel: Mama muss gerade Dinge tun, die sie sonst macht, wenn du in der Kita bist und wir wollen jetzt einen Weg finden, wie ich das am besten machen kann. Wichtig ist für mich, dass ich dafür etwas Ruhe habe, damit ich schnell fertig bin und wir dann wieder schnell miteinander spielen können. Deshalb hätte ich gern, dass du in der Zeit was anderes machst und wirklich nur im Notfall zu mir kommst. Bekommen wir das hin?)
  • Zeit nachvollziehbar machen: Über große Sanduhr, Zeiger an der Uhr, Zeitschaltuhr etc., da das Zeitgefühl von Kindern noch nicht gut ausgeprägt ist 

Erwartungshaltung an deine Arbeit runterschrauben 

  • Niemand erwartet derzeit Perfektion von dir und die meisten werden Verständnis haben, wenn deine Kinder bei einem Telefonat im Hintergrund spielen oder deine Videokonferenz crashen. 

Tag strukturieren nach Bedürfnissen aller Familienmitglieder 

  • Aufgaben sortieren nach Dingen MIT Kind und Dingen OHNE Kind. Alles, was mit Kind geht (wie Hausarbeit, Einkaufen etc.), wird auch nur mit Kind gemacht und nicht in der Zeit, in die du für Dinge OHNE Kind geschaffen hast (konzentriert arbeiten, Zeit für dich etc.). Dann kannst du die Zeit ohne Kind viel effizienter nutzen und bist viel schneller fertig, als mit Kind. Bedeutet, wenn du morgens Arbeit eingeplant hast, fängst du nicht an, vorher "noch fix" den Abwasch zu machen. Bei Dingen MIT Kind kannst du deine Kinder auch gut einbinden

Denke nicht in Stunden, sondern in Ergebnis

  • Wenn du deine Aufgaben schneller als erwartet erledigt hast, such dir keine neuen, um deine Stunden zu erfüllen, sondern mach Feierabend. 

Bei aller Loyalität zum Arbeitgeber

  • Deine Psyche ist genauso wichtig und gerade in Zeiten wie diesen essentiell - pass auf dich auf und gehe nicht ständig über deine Grenzen. Es ist total okay, wenn du dich überlastet fühlst - schließlich machst du gerade 2 Jobs gleichzeitig. Das ist nicht schwach, das ist einfach viel zu viel - gerade mit kleinem Kind. 
  • Gönne dir Schlaf und Ruhepausen und kürze nicht an der falschen Stelle.
  • Wenn die Arbeit einfach zu viel wird: Schau nach Kompromissen. Sie sind natürlich nicht optimal, aber oberste Priorität sollte sein, dass du gesund bleibst: Kannst du Überstunden abbummeln? Urlaub einreichen? Ist Kurzarbeit möglich? Sind Minusstunden ohne Lohnfortzahlung möglich? Lässt sich vielleicht auch einfach mit der Geschäftsführung reden? 
  • Übersicht über finanzielle Hilfen und Unterstützung für Familien in der Corona-Zeit (Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend) 

Da geht noch mehr oder? Was sind deine Ideen?

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