Laut WHO ist Stress eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts.

Stress ist per se nichts Schlimmes. Es ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf eine Herausforderung. Er schaltet auf Notfallprogramm, lässt Puls und Blutdruck steigen, schärft die Sinne, spannt die Muskeln an und stellte zusätzliche Energie zur Verfügung. So kannst du sofort reagieren, hochkonzentriert bei der Sache bleiben und deine Aufgaben schnell und effizient erledigen. Dies war gerade früher eine überlebenswichtige Reaktion des Körpers. Heute löst aber selbst unser ganz normaler Alltag Stress aus und schädigt uns nachhaltig. Die Liste der dadurch Dauerstress verursachten Beschwerden ist lang: Kopfschmerzen, Belastungen Herz und Kreislauf, Verdauungsprobleme, Magengeschwüre, Zyklusstörungen, sexuelle Unlust, verspannte Muskeln, ein geschwächtes Immunsystem, Schlafstörungen und Depression, Panikattacken und Burnout.

 

Stress ist schädlich für dein Familienleben.

Eigentlich wollen wir unseren Kindern gegenüber gern geduldig und gelassen, doch Stress macht uns dabei einen Strich durch die Rechnung. Gestresste Eltern sind weniger geduldig und weniger nachsichtig. Wir neigen dann zu Überreaktionen, werden wütend, fangen an, zu schreien und drohen in ihrer Hilflosigkeit mit Strafen. Wir haben überhaupt keinen Nerv mehr, unser Kind mit seinen Bedürfnissen wahrzunehmen, sondern sehen nur noch ein schwieriges Kind, was sich macht, was wir gern möchten. Wir stellen (zu) hohe Anforderungen an unser Kind (Jetzt konzentrier dich! Hör auf, zu heulen!), mit denen es selbst unter Stress gerät und immer weniger das erfüllen kann, was wir gerade möchten. Das wiederum führt zu einer Überreaktion unsererseits und mündet in einem Teufelskreis mit aggressiven Eltern und Kindern. Gleichzeitig neigen wir bei all zu großen Stress dazu, zu nachsichtig zu sein und unser Kind bereits gesetzte Regeln übertreten, dir wir in unserem Stress einfach nicht mehr nachhalten können. dass die Kinder die gesetzten Regeln übertreten. Nun treten Überreaktion und Nachsichtigkeit meist im Wechsel auf, so dass das Kind durch unser inkonsistentes Verhalten völlig verwirrt wird und möglicherweise mit Verhaltensstörungen reagiert. Auf diese Weise stört Stress eine gesundes und friedliches Miteinander in der Familie. 

 

Wie stark wir auf Stress reagieren, entscheidet größtenteils unser vegetatives Nervensystem, dass wir nicht bewusst kontrollieren können. Damit haben wir keinen Einfluss darauf, in welchen Situation wir hochfahren und können dies nicht steuern. ABER: Wir können lernen, besser mit der Situation umzugehen und auch lernen, den Stress zu reduzieren. Darum soll es in diesem Bereich gehen.