Wer kann hin und wieder auf mein Kind aufpassen?

Man sagt ja, es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Gerade machst du noch viel allein, also solltest du dir dein ganz eigenes Dorf erschaffen. Hier ein paar Ideen, wer alles in deinem Dorf wohnen könnte. Es gibt viele Optionen und Angebote und du solltest in Ruhe schauen, was gut für dich und dein Kind passt. Ein gutes Gefühl dabei ist unerlässlich, doch wenn mal etwas nicht klappt, gib nicht gleich auf, sondern gib der Sache noch eine zweite Chance. Manchmal ist es reine Gewöhnungssache für dich und dein Kind.

 

Persönliches Umfeld 

  • Partner (kann Kind auch mal für ganzen Abend oder Wochenende nehmen)
  • Großeltern/Tanten/Onkel
    • regelmäßige Großeltern-Nachmittage, an denen Kind von Kita abgeholt und bis zum Abend bespaßt wird 
    • Oma/Opa-Wochenende
    • Videochats (während dein Kind damit beschäftigt ist, kannst du dich um etwas anderes kümmern) - z. B. kann Oma eine kleine Geschichte vorlesen (vielleicht als kleines tägliches Ritual?)
  • Freunde
  • Patentante/onkel 
    • regelmäßiger Patentanten-Nachmittag 
  • Nachbarn (Gibt es Eltern mit Nachbarskindern? Eine nette Omi? Nimm Kontakt auf, dass könnten potentielle Babysitter werden.)
  • befreundete Eltern (am besten abwechselnd, damit jeder etwas davon hat)
    • Mittagessen oder Abendbrot für alle Kinder
    • Kind mit zum Musik- oder Sportunterricht nehmen
    • Kind mit zu Wochenendausflug nehmen
    • regelmäßige Playdates, in dem sie dein Kind von der Kita abholen und du die Nachmittagsstunden für dich nutzen kannst.
    • Übernachtungen 
  • Freunde deines Kindes für virtuelles Playdates per Videochat 

Neue Mamas kennenlernen 

  • Mütter aus Kita-Gruppe (ein guter Anknüpfungspunkt ist die Freundschaft der Kinder - am besten einfach mal zum Playdate oder Kindergeburtstag einladen)
  • Spielplatz (wenn ihr ein nettes Gespräch aufbaut, proaktiv nach Telefonnummer fragen und nicht wieder im Sand verlaufen lassen. Viele Mamas sind sehr offen und freuen sich über neue Kontakte.)
  • Mütter aus Kurs oder Krabbelgruppe
  • Mütter- oder Familienzentren in deiner Nachbarschaft (z. B. bei Mütterfrühstück)
  • Kontaktsuche in Online-Communities (Müttergruppen auf Facebook, Apps wie momunity oder Miteinander, Online-Netzwerke wie nebenan.de) 

Babysitter 

 

Das A und O: Vertrauen

Es ist wichtig, vorher Vertrauen zueinander aufbauen, damit du dein Kind mit gutem Gefühl für ein paar Stunden abgeben kannst. Am besten vereinbarst du erstmal ein paar Probenachmittage, in denen ihr euch alle (auch das Kind) gegenseitig kennenlernen könnt und steigert dann langsam die Dauer. Ins Bett bringen ist die Königsdisziplin. Je mehr Zeit du lässt, euch aneinander zu gewöhnen, umso leichter fällt dann das Loslassen.  

 

Wichtige Qualifikationen für einen Babysitter

  • Erfahrung im Umgang mit Kindern (ggf. jüngere Geschwister oder schon länger als Babysitter tätig)
  • gute Chemie zwischen Kind und Babysitter 
  • optimal: Erste-Hilfe-Kenntnisse 
  • Verlässlichkeit (zeigt sich erst im Tun, aber kannst du schon daran erahnen, wie verlässlich zurückgeschrieben wird, wie verbindlich die Aussagen sind, ob der Babysitter pünktlich erscheint etc.) 

Wo findest du mögliche Babysitter? 

  • über persönliche Kontakte, z. B. Kinder von Freunden oder Bekannten
  • Anzeigen auf ebay Kleinanzeigen (gern auch proaktiv Suchanzeige schalten)
  • Online-Netzwerke wie nebenan.de, hallobabysitter.de etc. 
  • Apps wie Siteinander (hier Vernetzung zum gegenseitige Babysitten, auch mit bisher unbekannten Eltern in deiner Nähe)
  • professionelle Babysitter-Agenturen
  • Leihomas: gibt es in immer mehr Städten; dabei werden kinderliebe ältere Menschen auf der Suche nach einer Aufgabe und Familien auf der Suche nach Ersatzgroßeltern zusammengebracht. Google einfach mal Leihoma+deine Stadt.  
  • Pateninitiativen, bei der Paten/Patinnen deine Familie ehrenamtlich unterstützen und dir dein Kind für ein paar Stunden die Woche abnehmen
  • stundenweise Kinderbetreuung von öffentlichen Einrichtungen (meist kostenfrei) 
  • Aupair (lohnt sich für Familien, die Platz für die Unterbringung und das nötige Geld für den Unterhalt mitbringen)

Zeitfenster mit Kind schaffen? 

Geht auch mal. Inspiration gibt es hier (Punkt: Zeitlücken finden mit Kind) 

 

Wie löst du das Thema Kinderbetreuung noch?

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